utorak, 13. veljače 2018.

Vladimir Nazor - Pjesma o Istri - Istrien



Vladimir Nazor

PJESMA O ISTRI

Sliku mile Istre naše
ja u srcu nosim svom …
leži ravna i vrletna
na tom moru Jadranskom.

Glava joj je Učka gora,
buk valova njen je glas,
kitne šume i pašnjaci
oko struka zelen pas.

Sela su joj biser sitni
na haljini zelenoj;
gradovi joj toke sjajne
na dolami šarenoj.

Raša, Mirna i Dragonja
teku žilam njezim …
gle otoke, djecu lijepu
na skutima majčinim!

Istro naša, majko naša,
u srcu te nosim svom;
najljepša si za me zemlja
na tom moru Jadranskom.

Vladimir Nazor

Istrien

Unseres schönen Istriens Bild
trag‘ ich im Herzen, mir immer nah,
es liegt da, eben und steil,
an dieser schönen Adria.

Ihr Haupt ist großer Učka Berg,
und ihre Stimme der Wellen Klang
,
verzweigte Wälder, geschmückte Weiden
sind  grüne Taille, ihr Aushang.

Die Dörfer ihre feinen Perlen
auf der grünen Frauentracht;
und Städte glänzende Trachtenknöpfe
am bunten Dolman voller Pracht.

Raša, Mirna und Dragonja
wie Blut, das ewig den Adern floss..
die Inseln ihre schönen Kinder
im immer warmen Mutterschoß.

Unser Istrien, unsere Mutter,
trag‘ ich im Herzen, mir immer nah.
Für mich bist du das schönste Land
an dieser schönen Adria.

subota, 3. veljače 2018.

Tin Ujević - Igračka vjetrova - Windspielzeug


Tin Ujević

Igračka vjetrova

Pati bez suze, živi bez psovke,
i budi mirno nesretan.
Tašte su suze, a jadikovke
ublažit neće gorki san.

Podaj se pjanom vjetru života,
pa nek te vije bilo kud;
pusti ko listak nek te mota
u ludi polet vihor lud.

Leti ko lišće što vir ga vije,
za let si, dušo stvorena.
Za zemlju nije, za pokoj nije
cvijet što nema korijena.
Tin Ujević

Windspielzeug

Leid‘ ohne Tränen, leb‘ ohne Fluch,
sei ruhig wenn Unglück zu dir kehrt.
Eitel sind Tränen, durch Klageruf
wird Bitterkeit nicht entleert.

Lass dich vom trunkenen Lebenswind,
drehen und wenden ziellos herum;
sei wie der leichten Blätter Kind
mit wildem Elan im Wirbelsturm.

Flieg meine Seele, verweht sei du,
zum Flug wie Blätter bist du bestimmt,
und nicht für Erde, nicht für die Ruh‘.
Haltlose Blume bist du im Wind.

srijeda, 17. siječnja 2018.

Dobriša Cesarić - Balada iz predgrađa – Vorstadtballade




Balada iz predgrađa

I lije na uglu petrolejska lampa
svijetlost crvenkastožutu
na debelo blato kraj staroga plota
i dvije, tri cigle na putu.

I uvijek ista sirotinja uđje
u njezinu svjetlost iz mraka,
i s licem na kojem su obično brige
pređe je u par koraka.

A jedne večeri nekoga nema,
a morao bi proć;
I lampa gori,
i gori u magli,
i već je noć.

I nema ga sutra, ni prekosutra ne,
i vele da bolestan leži,
i nema ga mjesec, i nema ga dva,
i zima je već,
i sniježi.

A prolaze kao i dosad ljudi,
i maj već mirise -
a njega nema, i nema, i nema,
i nema ga više.

I lije na uglu petrolejska lampa
svijetlost crvenkastožutu
na debelo blato kraj staroga plota
i dvije, tri cigle na putu.
Vorstadtballade

Ihr rötlich-gelbes Licht vergießt sie leise,
die Petroleumlaterne am Eck,
auf den dicken Schlamm beim alten Zaun
und auf zwei-drei Ziegelsteine am Weg.

Immer wieder dieselben Armen,
betreten ihr  Licht, aus der Dunkelheit,
mit Gesichtszügen voller Sorgen,
in ein paar Schritten, dann sind sie weit.

Eines Abends kam aber jemand nicht
der kommen sollte;
die Laterne leuchtete, sie wacht,
auch im Nebel leuchtete sie.
Dann kam die Nacht.

An nächsten Tagen kam er nicht,  man sagte
er läge krank, er hätte weh.
Einen Monat kam er nicht, dann zwei.
Der Winter kam,
es rieselte der Schnee.

Wie bisher schreiten  die Menschen weiter,
der Monat Mai duftet schon sehr.
Ihn gibt es nicht, ihn gibt es aber nicht,
ihn gibt es gar nicht mehr.

Ihr rötlich-gelbes Licht vergießt sie leise,
die Petroleumlaterne am Eck,
auf den dicken Schlamm beim alten Zaun
und auf zwei-drei Ziegelsteine am Weg.

subota, 16. prosinca 2017.

Ratko Zvrko - Grga Čvarak - Schurli-Burli


Grga Čvarak

Da upitaš bilo koga
u mom kraju,
Zelengaju:

„Tko sve radi naopačke,
tko iz pračke gađa mačke,
tko preskače preko zida,
tko lastina gnijezda skida,
tko kokoši za rep vuče,
tko se s djecom stalno tuče,
spreman da u svađi plane
ko ugarak?“

Odgovor će uvijek biti:
„Grga Čvarak.“

Al’ da pitaš u mom kraju,
Zelengaju,
isto tako :

„Tko je cijele noći skako
da bolesnoj majci dade
aspirine, limunade,
i da pitaš isto tako
tko je jako, jako plako
zato što se Mila mala
po koljenu ogrebala
kad je pala
čak u jarak?

Odgovor će uvijek biti:
„Grga Čvarak.“

Što je takav?
Tko bi znao?
Čas je dobar,
čas je zao,
čas bi svakom srce dao,
a čas bi se s vukom klao,
mršav, tanak ko suharak

Grga Čvarak.
Schurli-Burli

In Grünhain-Dorf
kannst du Leute fragen
was sie dazu sagen:

„Wer alles Verkehrte gerne tut,
auf Katzen zielt aus purer Wut,
über die Zäune klettert und springt,
und Schwalbennester  herunterbringt,
aus Hahnenschwanz die Feder zieht,
und sich mit Kindern ständig bekriegt,
und wer im Streit wie Kohle
brennt?“
 
Die Antwort kommt in dem Moment:
„Schurli-Burli.“

Aber in Grünhain-Dorf
kannst du auch fragen
was Leute nun dazu sagen:

„Wer kann sich nächtens plagen,
aus dem Bett schnell aufspringen
um kranker Mutter Saft zu bringen.
Und wenn du fragst weiter danach
wer weinte bitterlich und zerbrach
als kleine Mila sich weh tat
das Knie zerkratzte, klein und zart,
nachdem sie hart
in eine Grube fiel?“

Die Antwort dauert gar nicht viel:
„Schurli-Burli.“

Warum ist er so?
Wie kann das sein?
Heute gut,
und morgen gemein.
Einmal würde er alle beschenken,
und danach sogar Wölfe kränken.
Klein  und dürr sogar. Ganz sonderbar.

Schurli-Burli.

subota, 25. studenoga 2017.

Desanka Maksimović – Čežnja - Sehnsucht




Sanjam da ćeš doći:
jer mirišu noći, a drveće lista,
i novo se cveće svakog jutra rodi;
jer osmesi ljupki igraju po vodi,
i proletnjim nebom što od sreće blista;

Jer pupe topole, i kao da hoće
k nebu, pune tople, nabujale žudi;
jer u duši bilja ljubav već se budi,
i mirisnim snegom osulo se voće;

Jer zbog tebe čežnje u vazduhu plove;
svu prirodu Gospod za tvoj doček kiti.
Cveće, vode, magle, jablanovi viti,
sve okolo mene čeka te i zove.

Dođi! Snovi moji u gustome roju
tebi lete. Dođi, bez tebe se pati!
Dođi! Sve kraj mene osmeh će ti dati
i u svemu čežnju opazićeš moju.
Du kommst, ich träume:
Es blühen die Bäume, es duftet die Nacht,
wenn junge Blumen das Leben gewinnen;
und Lächeln am Wasser zu spielen beginnen,
und Frühlingshimmel vor Glück erstrahlt.

Es sprießt die Weide, als ob sie will
zum Himmel, voll warmer Sehnsucht, reichen;
und Seelen der Pflanzen mit Liebe erwachen
nachdem duftender Schnee auf Obstbäume fiel.

Deinetwegen fliegt Sehnsucht durch die Luft;
für dich schmückt Gott die Natur edel.
Blumen und Wasser, Pappeln und Nebel
warten auf dich, während alles zu dir ruft.

Komm! Wenn Träume sich nach dir sehnen
im Schwarm. Komm, ohne dich nur Leid!
Komm! Alles neben mir lacht bereit.
Überall wirst du meine Sehnsucht erkennen.

ponedjeljak, 13. studenoga 2017.

Antun Gustav Matoš - Jesenje veče - Herbstabend


Herbstabend

Bleierne und schwere Träume bedrücken
die Wolken über dunklen Hängen;
monotone Schatten, die zwischen den Stücken
der Äste im gelben Fluss  sich  verbergen.

Hinter den feuchten Wiesen,  vom  Nebel umgeben
Häuschen und Turm; und Sonne in Wunden,
sie sieht im Sterben das düstere Leben,
wie schwarze Raben Weiden umrunden.

Dunkelheit, Kälte; in erster Dämmerung
ahnt man nur Straßen auf der Wanderung
in die blinde Ferne der Menschenleere.
Nur stolze Pappel in tauber Nacht
flüstert mit Laub übers Leben, und wacht,
als ob sie allein im Weltall wäre.

Jesenje veče

Olovne i teške snove snivaju
Oblaci nad tamnim gorskim stranama;
Monotone sjene rijekom plivaju,
Žutom rijekom među golim granama.

Iza mokrih njiva magle skrivaju
Kućice i toranj; sunce u ranama
Mre i motri, kako mrke bivaju
V
rbe, crneći se crnim vranama.

Sve je mračno, hladno; u prvom sutonu
Tek se slute ceste, dok ne utonu
U daljine slijepe ljudskih nemira.
Samo gordi jablan lisjem suhijem
Šapće o životu mrakom gluhijem
K
ao da je samac usred svemira.

subota, 30. rujna 2017.

Dobriša Cesarić - Jesen - Herbst


Dobriša Cesarić: Jesen

Ona je tu. U tuzi kiše
Po poljanama tiho hoda,
I kuda stiže, u vis diže
Usplahirena jata roda.

Polako penje se u brda,
A kuda prođe, njezin put
Od otpalog je lišća žut.
I u dol njime idu krda.

U jezero unese nemir,
I ne vidiš mu više dna,
A medvjed, koga putem sretne,
Odjednom zaželi se sna.

A kada livadama dune
Njen vjetar, uzbune se travke.
U strništima tužno šušti:
To polja slute snijeg i čavke.

Na cesti uveli se list
U čudu digo: gle, ja skačem!
A čovjek koji hoda drumom
Zagrnuo se ogrtačem.
Dobriša Cesarić: Herbst

Nun ist er gekommen. Im traurigen Regen
und auf leisen Feldern, ohne Wärme,
in seiner Nähe fliegen und bewegen
sich in die Höhe Storchenschwärme.

Langsam wird er in die Berge ziehen
und Wege, welche er passiert
mit  gelben Blättern sind trassiert,
während die Herden  in die Täler fliehen.

Gewässer sind unruhig und trüb,
den Seegrund kann man nicht erblicken,
den Bären, welchen er am Wege sieht,
wird er in den tiefen Schlaf schicken.

Wenn sein Wind über die Wiesen weht
und unruhige Gräser Ängste haben,
das traurige Stoppelfeld, das einsam steht,
ahnt Schnee und Kälte, und schwarze Raben.

Auf der Straße ein verwelktes Blatt
fliegt hoch. Ach, wie wundersam!
Ein Mensch geht den Weg hinab
im Mantel umwickelt, ganz einsam.