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Dobriša
Cesarić
Lađa u noći
Talas za talasom obali šalje
Lađa što krenu niz maglenu rijeku, Iz Brača je stigla, i sad će dalje; Tuli svoj dugi zbogom Osijeku. U noćnoj tišini kotač joj lupa Grabeći vodu, željan daljina. Duž njenog u tamu ovitog trupa Okruglo gore okna kabina. I tako se dimi, i šumi, i svijetli; Lijevo i desno obala spava. Prije no zoru navijeste pijetli Dunavu na dar dat će je Drava. |
Dobriša
Cesarić
Schiff
in der Nacht
Zum Ufer werden die Wellen geweht,
vom Schiff, das am nebligen Fluss losfährt, vom Brač kommend. Wenn's weiter geht, wird Osijek mit Sirene lange geehrt.
In der Nachtstille des Rades Klang,
das Wasser greifend sehnt sich nach Ferne. Des dunklen Rumpfes ganz entlang
leuchten die Luken wie runde Sterne.
Am Schiff raucht es, rauscht und leuchtet;
während am Ufer alles schläft tief.
Noch bevor der Hahn Morgen andeutet,
schenkt die Drau der Donau das Schiff. |
utorak, 2. listopada 2018.
Dobriša Cesarić - Lađa u noći - Schiff in der Nacht
ponedjeljak, 21. svibnja 2018.
Dobriša Cesarić - Djetinjstvo - Kindheit
Djetinjstvo
Sad
potoci pod ledom teku
U svoju rijeku, I čudno je da led na površini Sakriva jedan život u dubini. Tišina. Kroz snijeg što pada, Kao kroz začarani veo, Ja gledam nekud u davninu. I u modrini prvog polumraka Nazirem oči jednoga dječaka, Jednoga malog, mrtvog dječaka. I ovo dijete plavih očiju U meni opet počinje da živi. To sada gleda on, To sada misli on, To sada sanja on. I slušam srcem kako negdje zvone - Ah, u daljini, Daleko u daljini - Djetinjstva moga radosne saone. - - - - - - - -
Sad
potoci pod ledom teku
U svoju rijeku, I čudno je da led na površini Sakriva jedan život u dubini. |
Kindheit
Es
fließen zur Mündung die Bäche
unter vereister Oberfläche. Ganz ungewohnt, wenn unter der Eisdecke
ich Verborgenes
zum Leben erwecke.
Stille.
Durch den Schnee, der rieselt,
wie durch den verzauberten Schleier, starre ich in die Vergangenheit.
Im
Blau der Dämmerung, fast klar,
nehme ich die Augen eines Buben wahr, eines kleinen, toten Buben gar. Und dann beginnt in mir wieder zu leben blauäugiges Kind.
Das sieht
er nun,
das denkt er nun, das träumt er nun.
Ich
höre wie in der Ferne, durch die Flocken -
ach in
der Ferne,
weit
in der Ferne -
fröhlich läuten meiner Kindheit Schlittenglocken.
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Es
fließen zur Mündung die Bäche
unter vereister Oberfläche. Ganz ungewohnt, wenn unter der Eisdecke
ich Verborgenes
zum Leben erwecke.
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utorak, 13. veljače 2018.
Vladimir Nazor - Pjesma o Istri - Istrien
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Vladimir Nazor
PJESMA O ISTRI
Sliku mile Istre naše
ja u srcu nosim svom …
leži ravna i vrletna
na tom moru Jadranskom.
Glava joj je Učka gora,
buk valova njen je glas,
kitne šume i pašnjaci
oko struka zelen pas.
Sela su joj biser sitni
na haljini zelenoj;
gradovi joj toke sjajne
na dolami šarenoj.
Raša, Mirna i Dragonja
teku žilam njezim …
gle otoke, djecu lijepu
na skutima majčinim!
Istro naša, majko naša,
u srcu te nosim svom;
najljepša si za me zemlja
na tom moru Jadranskom.
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Vladimir Nazor
Istrien
Unseres schönen Istriens Bild
trag‘ ich im Herzen, mir immer nah, es liegt da, eben und steil, an dieser schönen Adria.
Ihr Haupt ist großer Učka
Berg,
und ihre Stimme der Wellen Klang, verzweigte Wälder, geschmückte Weiden sind grüne Taille, ihr Aushang.
Die Dörfer ihre feinen Perlen
auf der grünen Frauentracht;
und Städte glänzende Trachtenknöpfe
am bunten Dolman voller Pracht.
Raša, Mirna und Dragonja
wie Blut, das ewig den Adern floss..
die Inseln ihre schönen Kinder
im immer warmen Mutterschoß.
Unser Istrien, unsere Mutter,
trag‘ ich im Herzen, mir immer nah.
Für mich bist du das schönste Land
an dieser schönen Adria. |
subota, 3. veljače 2018.
Tin Ujević - Igračka vjetrova - Windspielzeug
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Tin Ujević
Igračka vjetrova
Pati bez suze, živi bez psovke,
i budi mirno nesretan.
Tašte su suze, a jadikovke
ublažit neće gorki san.
Podaj se pjanom vjetru života,
pa nek te vije bilo kud;
pusti ko listak nek te mota
u ludi polet vihor lud.
Leti ko lišće što vir ga vije,
za let si, dušo stvorena.
Za zemlju nije, za pokoj nije
cvijet što nema korijena.
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Tin Ujević
Windspielzeug
Leid‘ ohne Tränen, leb‘ ohne Fluch,
sei ruhig wenn Unglück zu dir kehrt. Eitel sind Tränen, durch Klageruf wird Bitterkeit nicht entleert.
Lass dich vom trunkenen Lebenswind,
drehen und wenden ziellos herum; sei wie der leichten Blätter Kind mit wildem Elan im Wirbelsturm.
Flieg meine Seele, verweht sei du,
zum Flug wie Blätter bist du bestimmt, und nicht für Erde, nicht für die Ruh‘. Haltlose Blume bist du im Wind. |
srijeda, 17. siječnja 2018.
Dobriša Cesarić - Balada iz predgrađa – Vorstadtballade
Balada iz predgrađa
I lije na uglu petrolejska lampa
svijetlost crvenkastožutu
na debelo blato kraj staroga plota
i dvije, tri cigle na putu.
I uvijek ista sirotinja uđje
u njezinu svjetlost iz mraka,
i s licem na kojem su obično brige
pređe je u par koraka.
A jedne večeri nekoga nema,
a morao bi proć;
I lampa gori,
i gori u magli,
i već je noć.
I nema ga sutra, ni prekosutra ne,
i vele da bolestan leži,
i nema ga mjesec, i nema ga dva,
i zima je već,
i sniježi.
A prolaze kao i dosad ljudi,
i maj već mirise -
a njega nema, i nema, i nema,
i nema ga više.
I lije na uglu petrolejska lampa
svijetlost crvenkastožutu
na debelo blato kraj staroga plota
i dvije, tri cigle na putu.
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Vorstadtballade
Ihr rötlich-gelbes Licht vergießt sie leise,
die Petroleumlaterne am Eck,
auf den dicken Schlamm beim alten Zaun und auf zwei-drei Ziegelsteine am Weg.
Immer wieder dieselben Armen,
betreten ihr Licht, aus der Dunkelheit, mit Gesichtszügen voller Sorgen, in ein paar Schritten, dann sind sie weit.
Eines Abends kam aber jemand nicht
der kommen sollte; die Laterne leuchtete, sie wacht, auch im Nebel leuchtete sie. Dann kam die Nacht.
An nächsten Tagen kam er nicht, man sagte
er läge krank, er hätte weh.
Einen Monat kam er nicht, dann zwei. Der Winter kam,
es rieselte der Schnee.
Wie bisher schreiten die
Menschen weiter,
der Monat Mai duftet schon sehr.
Ihn gibt es nicht, ihn gibt es aber nicht,
ihn gibt es gar nicht mehr.
Ihr rötlich-gelbes Licht vergießt sie leise,
die Petroleumlaterne am Eck,
auf den dicken Schlamm beim alten Zaun
und auf zwei-drei Ziegelsteine am Weg.
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subota, 16. prosinca 2017.
Ratko Zvrko - Grga Čvarak - Schurli-Burli
Grga Čvarak
Da upitaš bilo koga
u mom kraju,
Zelengaju:
„Tko sve radi naopačke,
tko iz pračke gađa mačke,
tko preskače preko zida,
tko lastina gnijezda skida,
tko kokoši za rep vuče,
tko se s djecom stalno tuče,
spreman da u svađi plane
ko ugarak?“
Odgovor će uvijek biti:
„Grga Čvarak.“
Al’ da pitaš u mom kraju,
Zelengaju,
isto tako :
„Tko je cijele noći skako
da bolesnoj majci dade
aspirine, limunade,
i da pitaš isto tako
tko je jako, jako plako
zato što se Mila mala
po koljenu ogrebala
kad je pala
čak u jarak?
Odgovor će uvijek biti:
„Grga Čvarak.“
Što je takav?
Tko bi znao?
Čas je dobar,
čas je zao,
čas bi svakom srce dao,
a čas bi se s vukom klao,
mršav, tanak ko suharak
Grga Čvarak.
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Schurli-Burli
In Grünhain-Dorf
kannst du Leute fragen was sie dazu sagen:
„Wer alles Verkehrte gerne tut,
auf Katzen zielt aus purer Wut, über die Zäune klettert und springt,
und Schwalbennester herunterbringt,
aus Hahnenschwanz die Feder zieht, und sich mit Kindern ständig bekriegt, und wer im Streit wie Kohle brennt?“ Die Antwort kommt in dem Moment:
„Schurli-Burli.“
Aber in Grünhain-Dorf
kannst du auch fragen
was Leute nun dazu sagen:
„Wer kann sich nächtens plagen,
aus dem Bett schnell aufspringen
um kranker Mutter Saft zu bringen.
Und wenn du fragst weiter danach
wer weinte bitterlich und zerbrach als kleine Mila sich weh tat
das Knie zerkratzte, klein und zart,
nachdem sie hart in eine Grube fiel?“
Die Antwort dauert gar nicht viel:
„Schurli-Burli.“
Warum ist er so?
Wie kann das sein? Heute gut, und morgen gemein. Einmal würde er alle beschenken, und danach sogar Wölfe kränken. Klein und dürr sogar. Ganz sonderbar.
Schurli-Burli.
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subota, 25. studenoga 2017.
Desanka Maksimović – Čežnja - Sehnsucht
Sanjam da ćeš doći:
jer mirišu noći, a drveće
lista,
i novo se cveće svakog
jutra rodi;
jer osmesi ljupki igraju
po vodi,
i proletnjim nebom što od
sreće blista;
Jer pupe topole, i kao da
hoće
k nebu, pune tople, nabujale
žudi;
jer u duši bilja ljubav
već se budi,
i mirisnim snegom osulo se
voće;
Jer zbog tebe čežnje u
vazduhu plove;
svu prirodu Gospod za tvoj
doček kiti.
Cveće, vode, magle,
jablanovi viti,
sve okolo mene čeka te i
zove.
Dođi! Snovi moji u gustome
roju
tebi lete. Dođi, bez tebe
se pati!
Dođi! Sve kraj mene osmeh
će ti dati
i u svemu čežnju opazićeš
moju.
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Du kommst, ich
träume:
Es blühen die Bäume, es duftet die Nacht,
wenn junge Blumen das Leben gewinnen;
und Lächeln am Wasser zu spielen beginnen,
und Frühlingshimmel vor Glück erstrahlt.
Es sprießt die Weide, als ob sie will
zum Himmel, voll warmer Sehnsucht, reichen; und Seelen der Pflanzen mit Liebe erwachen nachdem duftender Schnee auf Obstbäume fiel.
Deinetwegen fliegt Sehnsucht durch die Luft;
für dich schmückt Gott die Natur edel.
Blumen und Wasser, Pappeln und Nebel warten auf dich, während alles zu dir ruft.
Komm! Wenn Träume sich nach dir sehnen
im Schwarm. Komm, ohne dich nur Leid!
Komm! Alles neben mir lacht bereit.
Überall wirst du meine Sehnsucht erkennen. |
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