ponedjeljak, 13. studenoga 2017.

Antun Gustav Matoš - Jesenje veče - Herbstabend


Herbstabend

Bleierne und schwere Träume bedrücken
die Wolken über dunklen Hängen;
monotone Schatten, die zwischen den Stücken
der Äste im gelben Fluss  sich  verbergen.

Hinter den feuchten Wiesen,  vom  Nebel umgeben
Häuschen und Turm; und Sonne in Wunden,
sie sieht im Sterben das düstere Leben,
wie schwarze Raben Weiden umrunden.

Dunkelheit, Kälte; in erster Dämmerung
ahnt man nur Straßen auf der Wanderung
in die blinde Ferne der Menschenleere.
Nur stolze Pappel in tauber Nacht
flüstert mit Laub übers Leben, und wacht,
als ob sie allein im Weltall wäre.

Jesenje veče

Olovne i teške snove snivaju
Oblaci nad tamnim gorskim stranama;
Monotone sjene rijekom plivaju,
Žutom rijekom među golim granama.

Iza mokrih njiva magle skrivaju
Kućice i toranj; sunce u ranama
Mre i motri, kako mrke bivaju
V
rbe, crneći se crnim vranama.

Sve je mračno, hladno; u prvom sutonu
Tek se slute ceste, dok ne utonu
U daljine slijepe ljudskih nemira.
Samo gordi jablan lisjem suhijem
Šapće o životu mrakom gluhijem
K
ao da je samac usred svemira.

subota, 30. rujna 2017.

Dobriša Cesarić - Jesen - Herbst


Dobriša Cesarić: Jesen

Ona je tu. U tuzi kiše
Po poljanama tiho hoda,
I kuda stiže, u vis diže
Usplahirena jata roda.

Polako penje se u brda,
A kuda prođe, njezin put
Od otpalog je lišća žut.
I u dol njime idu krda.

U jezero unese nemir,
I ne vidiš mu više dna,
A medvjed, koga putem sretne,
Odjednom zaželi se sna.

A kada livadama dune
Njen vjetar, uzbune se travke.
U strništima tužno šušti:
To polja slute snijeg i čavke.

Na cesti uveli se list
U čudu digo: gle, ja skačem!
A čovjek koji hoda drumom
Zagrnuo se ogrtačem.
Dobriša Cesarić: Herbst

Nun ist er gekommen. Im traurigen Regen
und auf leisen Feldern, ohne Wärme,
in seiner Nähe fliegen und bewegen
sich in die Höhe Storchenschwärme.

Langsam wird er in die Berge ziehen
und Wege, welche er passiert
mit  gelben Blättern sind trassiert,
während die Herden  in die Täler fliehen.

Gewässer sind unruhig und trüb,
den Seegrund kann man nicht erblicken,
den Bären, welchen er am Wege sieht,
wird er in den tiefen Schlaf schicken.

Wenn sein Wind über die Wiesen weht
und unruhige Gräser Ängste haben,
das traurige Stoppelfeld, das einsam steht,
ahnt Schnee und Kälte, und schwarze Raben.

Auf der Straße ein verwelktes Blatt
fliegt hoch. Ach, wie wundersam!
Ein Mensch geht den Weg hinab
im Mantel umwickelt, ganz einsam.



četvrtak, 21. rujna 2017.

Grigor Vitez - Neposlušne stvari - Ungehorsame Dinge


NEPOSLUŠNE STVARI

"Uh, ma što je s mojim čarapama?
 Jesi li ih gdje vidjela, mama?"

"Da, vidjela sam jednu bijelu vranu,
Gdje ih nazuva jutros na tavanu!"


"Olovčica mi je sinoć ovdje bila,
A sad je nema.
Gdje se samo skrila?"

"Ah, da sjećam se:
Mačak je svom pokojnom djedu
Pisao pismo.
A gdje ju je metnuo
to vidjeli nismo!"



"Šal sam ovdje negdje ostavio,
Reci, mama, gdje bi on sad bio?

"Jutros prodjoše dva šarena zeca
Kažu, treba im za put do mjeseca!"
Ungehorsame Dinge

„Uh, was ist mit meinen Socken geschehen?
Mama, hast du sie irgendwo gesehen?“

„Ja, morgens sah ich einen weißen Raben,
er wird sie wohl angezogen haben!“


„Mein Stift war gestern doch hier,
und jetzt ist er weg.
Wo ist nur sein Versteck?“

„Ah, ja, ich erinnere mich:
Unser Kater schrieb seinem
verstorbenen Opa
einen Brief.
Wo er ihn jedoch gab,
sah ich nicht, weil ich schlief!“


„Den Schal legte ich irgendwo hier,
wo kann er jetzt sein, sag Mama mir?“

„Heute Morgen kamen zwei bunte Hasen,
sie brauchten ihn,  weil sie zum  Mond rasen.“

subota, 22. travnja 2017.

Dobriša Cesarić - Mrtva luka - Toter Hafen



Mrtva luka

Znam: ima jedna mrtva luka,
i ko se u njoj nađe
čuti će ujutro pjevanje ćuka.
I vidjet će umorne lađe.

Brodovi u njoj vječno snivaju
kako se brodi,
al njihova sidra mirno počivaju
u plitkoj vodi.

I tako u snovima gledaju sreću,
a plovit se boje.
Na jarbole šarene zastave meću
i – stoje.
Toter Hafen

Ja: Es gibt einen toten Hafen,
und wer sich dorthin begibt,
mit Nachtigall wird er morgens erwachen

bevor er müde Schiffe sieht.

Dort träumen ewig Schiff und Boot
vom weiten, offenen Meer,
ihre Anker, starr und tot,
im seichten Wasser ruhen schwer.

Sie fürchten sich vor Wind und Fahrt
in Träumen suchend nach dem Glück.
Ihre Segeln sind bunt beflaggt
und - sie bleiben zurück.  

subota, 18. veljače 2017.

Grigor Vitez - Dohvati mi, tata, mjesec - Hole mir den Mond, Papa




Dohvati mi, tata, Mjesec
da kraj mene malo sja!
Dohvati mi, tata, Mjesec
da ga rukom taknem ja.

Mjesec mora gore sjati
ne smije se on skidati.
On mora kod zvijezda biti
put zvijezdama svijetliti

Da zvjezdice kući znaju
kad se nebom naigraju.
I na zemlju mora sjati
da zec vidi večerati,
da jež vidi putovati,
da miš vidi trčkarati,
da bi ptice mogle spati

I da tebi, moje dijete,
mjesec lagan san isplete
od srebrnih niti

Pa da snivaš i ti.



Hole mir den Mond, Papa,
dass er bei mir leuchtet fortan!
Hole mir den Mond, Papa,
dass ich ihn einmal berühren kann.

Der Mond muss oben sein, mein Kind,
man darf ihn nicht vom Himmel bewegen,
weil Sterne seine Freunde sind,
leuchtet er ihnen auf dunklen Wegen.

Auf dem Heimweg muss er Licht spenden,
wenn Sternchen am Himmel ihr Spiel beenden.
Und Erde muss er erstrahlen im Licht
damit der Hase sein Abendmahl sieht,
damit der Igel sich nicht verirrt,
damit die Maus hin und her kann,
damit die Vögel schlafen dann.

Und dass er, aus silberner Naht
nächtlichen Traum, ruhig und zart,
für dich nun webt und spinnt.

Damit auch du schläfst, mein Kind.

utorak, 3. svibnja 2016.

Snježana Sić - Sjeme - Samen


Snježana Sić
Sjeme
Posijala sam sjeme zloće u sebe
osjećam da buja.

I molila sam mamu da ga iščupa,
ali ostala je prekovremeno raditi
u renomiranoj tvrtki za izradu
kožnih automobilskih sjedala.

I molila sam tatu,
ali on je vec popio nekoliko nultri.

I molila sam časnu na vjeronauku,
ali nju su brinuli silni
Arapi koji su nagrnuli u Europu.

I molila sam dečka,
ali on je zauzvrat tražio
da mu gutam na stražnjem,
kožnom sjedalu skupog auta njegovog tate,
koje je vjerojatno
šivala moja mama.

I molila sam razrednicu,
ali ona me poslala ravnatelju
a on psihologinji.
I molila sam psihologinju,
ali ona me natjerala da riješim
neke testove za njen poslijediplomski.
I osjećala sam zloću u drugima,
i znala sam da je to epidemija.
I kad sam ju tukla i čupala kosu,
i kad je ona mene davila i grebla,
i kad sam ona prava ja,
ranjena i nevidljiva,
molila druge da nas razdvoje
a svi su me gurali
jer sam im u kadru
dok se pičke tuku.
Ranjena i nevidljiva,
sad imam tisuće pogleda na netu
a nikog da iščupa zloću iz mene.
 
Snježana Sić
Samen
Den Samen der Bosheit habe ich in mir gesät
und spüre nun wie er aufgeht.
Ich bat Mama ihn herauszureißen:
Jedoch machte sie gerade Überstunden
in einer renommierten Firma
zur Herstellung der Ledersitze.
Ich bat auch Papa:
Er hatte aber schon einige Gläser geleert.
Dann bat ich die Schwester im Religionsunterricht:
Sie machte sich Sorgen
über die unzähligen Araber, die nach Europa stürmten.

Meinen Freund bat ich auch:
Er wollte jedoch als Gegenleistung
dass ich ihm am hinteren Ledersitz
im teuren Wagen seines Papas,
welchen meine Mama wahrscheinlich genäht hatte,
alles schlucke.
Ich bat meine Klassenlehrerin danach:
Sie schickte mich zum Direktor,
und dieser weiter, zur Psychologin.
Also bat ich die Psychologin:
Sie ersuchte mich sofort irgendwelche
Tests für ihre Dissertation zu beantworten.
Ich spürte das Böse in Anderen
und wusste, dass es eine Epidemie war.
Als ich auf sie einschlug und ihr die Haare zog,
als sie mich würgte und kratzte,
als ich die richtige Ich war,
verwundet und unsichtbar,
bat ich die Anderen uns zu trennen.
Jedoch schoben sie mich auf Seite,
damit ich nicht im Bild stehe,
während sich Weiber prügeln.
Verwundet und unsichtbar
habe ich nun tausende Ausblicke ins Netz.
Jedoch niemanden, der die Bosheit aus mir herausreißen würde.
 

 

ponedjeljak, 18. travnja 2016.

Volga Švorinić – Proljetna bol - Frühlingsschmerz


 
Proljetna bol
 
Proljeća
donose zbrku
zimskome redu
izmišljajući susrete
za zauvijek
i paradu dodira
nakon čega svi
krenu prema izlazu
kao u kinu
kad se nakon filma
upale svjetla.
 
U proljeće
na piramidu bola
polažem novi kamen
do neba je još daleko
 
 
 
 
Frühlingsschmerz
 
Frühlinge
bringen die Winterordnung
durcheinander.
Sie denken sich Treffen
für Fürimmer aus
und Parade der Berührungen.
Danach stürmen alle
in Richtung des Ausgangs,
wie im Kino
wenn nach Filmende
die Lichter aufgehen.
 
Im Frühling
lege ich einen neuen Stein
auf die Pyramide der Schmerzen.
Bis zum Himmel ist es noch weit.